Von Chacker|Juli 1, 2017|Island|0 Kommentare

Es weckten mich wieder die Ziegen auf den Starwars Speedern. Ein wenig aufgeregt und auf das Wunder hoffend holten wir die neuestens Infos über die Freigabe der F35 ein. Niete. Es sollte wohl einfach nicht sein. Daher musste schnell ein Plan B her – Olafsvik. Jawoll, dann eben auf nach Snaefellsness! Auf der Karte sah das nun wieder nicht so(ooo) weit aus, war es aber. Gut 300 km und jede Menge tolle Straßen. Ein kleiner Zwischenstopp in Budadalur zeigte uns einen Wetterechsel an. Es war richtig windig geworden im Westen und es wurde mehr. Aber es schien ja die Sonne. So rein von der Aussicht her war die Strecke an der Nordseite der Halbinsel toll und blöd wie wir wieder einmal waren fuhren wir am Kirkjufjell vorbei. Ja, wieder eine Ikone der Landschaftsfotografie verpasst. Irgendwie merkten wir das aber auch wieder erst zu Hause.

 

Olafsvik also. Gute fünf Stunden nach Start von Plan B waren wir in Olafsvik angekommen und es gefiel uns so im Sonnenschein sehr gut. Nur die Sache mit dem Zelten hatte einen Haken – Wind. Starken Nordwind. An ein Aufbau des Zeltes war kaum zu denken, also hatten wir die Idee auf die Südseite zu fahren, einen Platz zu suchen. Hinter den Bergen wäre der Wind sicher schwächer. Die Fahrt um den Sneafellsjokull herum war toll und beim gelegentlichen Aussteigen schien der Wind seltsamer Weise noch zugelegt zu haben. An der Südküste der Halbinsel dann, hinter den Bergen, die den Nordwind eigentlich abschotten sollten, war es noch schlimmer. An den steilen Bergflanken kamen kalte Fallwinde herunter, die sogar derbe am Auto zerrten. Zelt aufbauen unmöglich. Ein Tal und Bäume. Wir brauchten ein windgeschütztes Tal und Bäume.

 

Borganes und weiter ins Landesinnere schien verheißungsvoll und wir machten uns auf, nochmal gut 200 km runterzureißen. In Kleppmansreykjir fanden wir dann auch einen Windgeschützten Zeltplatz (Kvistur) direkt an der Straße 50. Vom vielen Fahren hatte nicht nur ich die Nase so richtig voll aber die leckere Pizza nebenan hob die Laune schnell wieder. Knapp 600km an einem Tag war auch wirklich ein bisschen viel.

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