Von Chacker|Februar 2, 2017|Fotogear|0 Kommentare

Nach gut einem Jahr mit der wunderbaren P6 hat sie mir ihre Schwächen sehr deutlich gezeigt. Im Frühjar, Sommer und Herbst war sie oft dabei und hat immer(!) mitgespielt. Kein Haken, kein Zicken. Immer einsatzbereit und ein Garant für gute Fotos, zumindest wenn ich keinen Fehler machte. Ich hatte sie sogar nach Island mitgenommen und dort herrliche Fotos auf Fuji Velvia RVP50 gemacht. Dort fiel mir auf, dass die gute P6 eine Warmwetter Kamera ist. Auch wenn ihr knallige Sonne, Nieselregen, Wind, Sand/Staub, Lavagestein und all die Widernisse Islands nicht viel ausmachen, fängt sie bei Temperaturen gut unter 10 Grad an zu frieren. Was für den Velvia gut ist und mir ein Gefühl gibt, wilder Abenteurer zu sein, lässt sie ihre Präzision vergessen.
Trotz frische Reinigung, Ölung/Fettung und Justierung stimmten die Zeiten öfter mal nicht, was der schwierige Velvia 50 nicht so leicht verzeiht. So liefen die Belichtungszeiten P6 an kühlen Tagen auf Island leicht langsamer ab und ich hatte überbelichtete Fotos als Ergebnis. An sehr kalten Tagen liefen die Zeiten manchmal wie in Zeitlupe und so ist auf dem Film natürlich nichts Verwertbares mehr. Bei Langzeitbelichtungen im Bulb Modus ist das freilich reichlich egal, aber so ab und an sollen es ja auch mal recht exakt 1/250stel oder 1/60stel Sekündchen sein.
So richtig schlimm war das jetzt allerdings nicht und die Ausbeute an Fotos der Islandreise war immer noch sehr hoch, aber die P6 zeigte deutlich ihre Schwächen.

Im letzten Winter hing sie dann bei Minusgraden so richtig, als ich mit ihr Fotos vom Winterwald im Weserbergland machen wollte. So war ich mir nun sicher, dass ich die P6 im Winter nicht wieder mit nach Island nehmen würde und sie erst wieder im Frühjahr einsetzen werde.

Fazit:
Die P6 ist eine wunderbare Warmwetterkamera und friert unter 10 Grad deutlich. Für den Winter und andere kalte Tage müsste eine andere Mittelformatkamera her. Au weia!

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